Leck me am Arsch

Leck me am Arsch VINTAGE LABELS


"Leck mich am Arsch" zu sagen ist höchstrichterlich unbedenklich, wenn es ein Schwabe zu einem anderen Schwabe sagt, um an ein Gespräch anzuknüpfen, eine Unterhaltung wieder in Gang zu bringen, ihr eine andere Wendung zu geben oder gar abzubrechen...

Am besten ein paar Beispiele dazu:

Zwei Freude streiten sich heftig und es besteht die Gefahr, sich ernsthaft zu verstreiten. Da hilft es ungemein, wenn sich einer von beiden mit "Jetzt leck mich doch am Arsch!" verabschiedet.

So können beide ihr Gesicht wahren und beim nächsten Treffen so tun, als wäre nichts gewesen.

Ein Schwabe trifft im Inneren der Mongolei in einem abgelegenen Dorf seinen Nachbarn. Mit den Worten "Jetzt leck me doch glei am Arsch, onsr Nachbar!" wird er seiner Überraschung und Freude Worte verleihen.

Gewinnt der VfB Stuttgart mal wieder ein wichtiges Spiel, entfleucht sogar mir ab und zu "Leck me am Arsch, gugg no, dr VfB!" - das ist Verwunderung, gepaart mit leichtem Regionalstolz.

Ein Schwabe beklagt sich über die viele Arbeit, die sein Garten mit den vielen Pflanzen macht. "Gang mr weg, mit Deim ganza Leck-me-am-Arsch" meint dazu sein wenig an Gartenarbeit begeisterter Freund.

Entrüstung, aber auch ein wenig Respekt, stecken in den Worten "Leck me am Arsch, hodd mi des Mädle ausgnomma".

Schwaben können damit sogar Zustimmung und Begeisterung zum Ausdruck bringen: "Jetz leck me doch am Arsch, isch des schee!"

 

Fazit:

Mit jedem Tag des Lebens erhöht sich zwangsläufig die Zahl derer, die einen am Arsch lecken können.

 

Quelle: www.schwaebisch-schwaetza.de


Kurzer Faktencheck: mit Bezeichnungen wie "FAKTEN", "WAHRHEIT" und "LÜGE" sollte man vorsichtig sein, da sie heutzutage in sehr hohem Maße verwendet werden und damit in der Beliebigkeit bzw. Belanglosigkeit verfliegen. Das "FAKTEN", "WAHRHEIT" & LÜGEN,- Mem bringt die menschliche Spezies nicht wirklich weiter.Es ist mittlerweile zu ausgelutscht und erzeugt Ermüdungserscheinungen.

Auch die Annahme, man könne mit Geld irgendwie alles regeln, erscheint mir überholt.

Vielmehr geht es darum, aus den allgemeinen, wiederkehrenden Verhaltensmustern des Menschen Konsequenzen zu ziehen.